Magnettherapie - Magnetfeldtherapie
Informationsseite über das Thema Magnettherapie bzw. Magnetfeldtherapie
 

Der Mensch ist in seiner Umgebung permanent natürlichen (z.B. Erdmagnetfeld) und künstlichen (z.B. elektrische Geräte) elektromagnetischen Feldern ausgesetzt, diese Wechselwirkungen sind Gegenstand vieler Untersuchungen.

Der gezielte Einsatz von Magnetismus zur Heilung körperlicher Gebrechen und seelischer Leiden kann auf historische Wurzeln zurückblicken. Schon in Aufzeichnungen antiker Hochkulturen Chinas, Ägyptens, Griechenlands und Roms wurde erwähnt, dass Magnete bei medizinischen Behandlungen zum Einsatz kamen. So wurde von Anwendungen bei der Therapie von Augenleiden und Depressionen berichtet und auch in Mitteleuropa wurden von Paracelsus (um 1530) wichtige Impulse zu diesem Thema überliefert.

Damals wurden ausschließlich permanentmagnetische Materialien und damit statische Magnetfelder verwendet; das theoretische Verständnis (besonders Maxwell, 1864) und die technischen Voraussetzungen zur Erzeugung magnetischer Wechselfelder wurden erst sehr viel später realisiert. Eine Beeinflussung biologischer Organismen wird dadurch erklärbar, dass vielen Vorgängen und Abläufen im Körper elektrochemische Prozesse zugrunde liegen. Bei Anwendungen und Studien wurden Effekte und Verbesserungen beobachtet; ein grundsätzliches Verständnis der komplexen Zusammenhänge in der Wirkungsweise von Magnetfeldern auf verschiedene biologische Systeme ist jedoch noch nicht gegeben. Deshalb wird der Einsatz zu therapeutischen Zwecken auch heute noch kontrovers diskutiert.

Allgemein wird bei Anwendungen eine Gefäßerweiterung und damit eine Steigerung der Stoffwechselaktivität beobachtet, was eine Verbesserung der Versorgung der entsprechenden Bereiche bewirkt. Durch diese Anregung wird auch das körpereigene Immunsystem unterstützt. Einen häufigen Einsatz von Magnetfeldern in der Therapie findet man im Bereich von Bewegungsapparat und Wundheilung. Es werden Erfolge bei Verspannungen und Aktivierung von Muskeln berichtet sowie eine Schmerzlinderung bei Gelenkbeschwerden und Verschleisserscheinungen erreicht. Auch beobachtet werden heilungsunterstützende Wirkungen bei der Regeneration von Wunden, Blutergüssen, Schwellungen, Entzündungen und sogar Frakturen. Andere Untersuchungen befassen sich mit der Anwendung bei Depressionen, Kopfschmerzen, Migräne und Inkontinenz, auch hier konnten positive Ergebnisse erzielt werden. Als Basis der Ergebnisse werden auch hier die Anregung spezifischer Bereiche und durchblutungsfördernde Effekte angenommen.

Eine Therapie (-ergänzung) durch Magnetfelder hat ihre Existenz im Schattendasein beendet, ringt aber trotz ihrer Erfolge noch um die allgemeine Anerkennung. Dazu müssen viele Fragen zur genauen Wirkungsweise noch gelöst werden. Erfolge zeichnen sich zumeist im Bereich der Anwendungen am Bewegungsapparat ab, viele andere werden noch intensiv untersucht. Als Einschränkungen sind zu nennen, dass Personen mit elektronischen Implantaten keiner Magnetfeldtherapie ausgesetzt werden sollten und von etlichen Krankenversicherungen werden die Behandlungskosten derzeit nicht übernommen.

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